Ecuador schützt Natur in der Verfassung

… Um ein großes Kupfervorkommen abzubauen, sollen dort ganze Bergzüge weggesprengt, Flüsse umgeleitet und Dörfer dem Erdboden gleichgemacht werden. Um schon die Erkundungsarbeiten zu stoppen, haben Einwohner des Dorfes Junin und Umweltorganisationen, darunter DECOIN, langjähriger Partner von Rettet den Regenwald, beim lokalen Amtsgericht in Cotacachi Schutz für die Frösche beantragt. Das im September 2020 gefällte Gerichtsurteil stellte erstmals die Rechte der Natur über die wirtschaftlichen Rechte internationaler Bergbauunternehmen …

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Wasser, Vielfalt und Leben: ja, Bergbau: nein. Cuenca hat gewählt.

Bei den Wahlen am 7. Februar 2021 im Kanton Cuenca ging es nicht allein um die zukünftige Regierung, die ohnehin alle vier Jahre wechselt und für gewöhnlich im Interesse des extraktivistischen Kapitalismus handelt. Jede*r einzelne Bewohner*in hatte eine essentielle Entscheidung über das Leben der Menschen und der Natur zu treffen und zu wählen, ob die Wasserquellen des Kantons gerettet werden oder in den Händen der Bergbauindustrie verbleiben sollen, die bereits so viel Zerstörung, Konflikte und Elend über die Menschen gebracht hat.

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Präsidentschaftswahl: Indigene Bewegung bei Wahl in Schlüsselrolle

Im offenen Schlagabtausch der Präsidentschaftswahlen in Ecuador will die indigene Bewegung auf den Schwung der Revolte von 2019 aufbauen, die zu einem Vertrauensverlust des aktuellen Präsidenten Lenín Moreno geführt hatte. Doch die internen Zerwürfnisse garantieren keine geschlossene Unterstützung der Indigenen für einen der drei Präsidentschaftsanwärter.

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Präsidentschaftswahl in Ecuador: Entscheidung erst im zweiten Wahlgang

Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 7. Februar in Ecuador ist ein zweiter Wahlgang um das Präsidentenamt sicher. Mit 32 Prozent der Stimmen liegt Andrés Arauz, Mitglied des linken Bündnisses Unión por la Esperanza vorn, kann aber nicht die nötigen 40 Prozent der Stimmen für sich vereinen, um eine Stichwahl zu umgehen.

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„Weg mit den Gasfackeln!“: Neun Mädchen haben mit ihrer Klage Erfolg

Einem Gerichtsurteil zufolge dürfen im Zusammenhang mit der Erdölförderung im Amazonasgebiet keine neuen Gasfackeln mehr genehmigt werden.

Tausende von Todesfällen, Schäden in Milliardenhöhe
53 Jahre lang verbrannten im Zuge der Erdölförderung erst Texaco, dann der Konzern Petroamazonas sowie ausländische private und öffentliche Unternehmen Milliarden Kubikmeter Gas. Bei der Gasverbrennung werden hochgradig krebserregende Partikel wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) und Benzol freigesetzt.

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Wir dokumentieren: Umweltorganisationen verklagen Regierung

Am heutigen internationalen Tag der Menschenrechte reichten Vertreter*innen des Internationalen Bündnisses für Menschenrechte (FIDH, Federación Internacional por los Derechos Humanos – vertreten durch die ecuadorianische Mitgliedsorganisation Acción Ecológica), gemeinsam mit dem Zusammenschluss der Erdöl-Betroffenen von Texaco (UDAPT – Unión de Afectados por Texaco) und Repräsentant*innen des Volkes der Waorani eine Verfassungsklage gegen die Regierung Ecuadors ein. Sie fordern den Schutz der Menschenrechte und der Rechte der Natur aufgrund der Umweltbelastungen durch Erdöl-Förderaktivitäten, die zum Klimawandel beitragen, das ökologische Gleichgewicht dauerhaft schädigen und Leben und Gesundheit der indigenen Völker gefährden.

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Time Magazine ehrt Nemonte Nenquimo, Sprecherin der Ethnie Waorani

Nemonte Nenquimo, Präsidentin des Rats der indigenen Volksgemeinschaft Waorani, wurde vom Time Magazine als eine der 100 einflussreichsten Personen der Welt ausgezeichnet. Im Jahr 2018 errang sie mit der Organisation der Waorani einen historischen juristischen Sieg gegen den ecuadorianischen Staat. Dadurch konnten fast eine halbe Million Hektar Regenwald geschützt werden. Dieses Ereignis legte den Grundstein Weiterlesen