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Land & Leute

Sierra

Geographie
Ecuador ist eines der zehn direkt am Äquator liegenden Länder der Erde. Mit 272.045 m² hat es Dreiviertel der Fläche von Deutschland, auf die sich allerdings nur knapp 12 Mio. Einwohner (= 15 % der Einwohner Deutschlands) verteilen. Das Land lässt sich in die drei Großregionen Sierra, Costa und Oriente einteilen.

Sierra
Das Hochland Ecuadors ist geprägt durch die mehr oder weniger parallel zueinander verlaufenden Hauptkordilleren (West- und Ostkordillere) der Anden. Der Chimborazo, ein erloschener Vulkan, ist mit 6310m der höchste Berg des Landes; der Cotopaxi gilt mit seinen 5897m wegen der Wölbung der Erde am Äquator als höchster aktiver Vulkan der Erde. Durch die Lage in den nach wie vor sich hebenden Anden kommt es immer wieder zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Aktuelle Beispiele sind der "Hausvulkan" Quitos, der Guagua Pichincha, sowie der Tungurahua nahe der Touristenstadt Baños. Letztere wurde im Jahr 1999 und zuletzt 2001 evakuiert, da Ausbrüche die Stadt bedroht hatten. In Quito kam es, auch im Jahre 1999, zu starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens, nachdem der Guagua Pichincha die Stadt mehrere Male mit einer Ascheschicht bedeckte. Viele der Städte in dem von Alexander von Humboldt die "Straße der Vulkane" genannten nördlichen und zentralen Hochland sind im Laufe ihrer Geschichte mehrere Male von Erdbeben zerstört worden.

Die bisher größte Naturkatastrophe Ecuadors stand jedoch nicht in Verbindung mit Vulkanen oder Erdbeben. Am 29.3.1993 rutschten in der Provinz Azuay 50.000 t Gestein des 2.900 m hohen Berges Tamuga ab, wobei an die hundert Menschen getötet wurden. Drei Ursachen wurden dafür genannt: Eine geologische Verwerfung, die in diesem Gebiet zu natürlichen Instabilitäten führte, der oft mit Dynamit einhergehende, jahrelange Abbau geologischer Materialien am Fuß des Berges sowie 20 Stunden anhaltende, intensive Regenfälle. In der Folge bildeten sich zwei sich später zu einem riesigen Stausee verbindende Seen. Bis zum 30.4. hielt der durch die Rutschung natürlich aufgeschüttete Damm – dann brach er und zerstörte große Teile der Infrastruktur talabwärts. 80.000 Menschen waren direkt, 800.000 indirekt betroffen.

Die Landwirtschaft im Hochland dient vor allem der Selbstversorgung der Menschen. Es herrschen der Anbau von Kartoffeln, Quinoa und Getreide vor. Lediglich die stark florierende Blumenindustrie in der näheren Umgebung Quitos (Region Cayambe) ist mit ihrer Nähe zu einem internationalen Flughafen auf den Export ausgerichtet. Die Produktionsmethoden stehen allerdings sehr in der Kritik, da die ArbeiterInnen keinerlei Schutz gegen die versprühten Pestizide haben. Meist werden die Felder von Flugzeugen aus besprüht, wenn die ArbeiterInnen zu Gange sind.

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Costa
Die Küste zwischen Pazifik und Anden ist das Hauptanbaugebiet für landwirtschaftliche Exporterzeugnisse. Die wichtigste Handelsstadt des Landes, Guayaquil, liegt hier und ist mit über zwei Mio. Einwohnern die größte Stadt des Landes. An erster Stelle im Bereich der Landwirtschaft sind die Bananen zu nennen, über die sich das Land einen monatelangen Handelsstreit mit der Europäischen Union lieferte. Große, auf Plantagen angebaute Bananenmonokulturen bestimmen das Bild der Küste. Hinzu kommen Ölpalmen und Reis. Die Schrimpsindustrie rangiert mittlerweile an zweiter Stelle der Exporteinnahmen (nach Erdöl).

Die Küste ist in Bezug auf Naturereignisse hauptsächlich von den Auswirkungen des periodisch wiederkehrenden Klimaphänomens El Niño betroffen. Der El Niño von 1997/98 hat durch extreme Niederschläge große Teile der Infrastruktur und der landwirtschaftlichen Anbaufläche zerstört.


Fischerboot

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Oriente
Der Oriente ist die am spärlichsten besiedelte Region des Landes. Die Bewohner sind vielfach noch in ihrer traditionellen Art und Weise (Jagen, Fischen, Sammeln) Indígenas der Shuar, Achuar und Secoya-Cofan. Hauptbestimmend sind in dieser fast 50 % der Gesamtfläche des Landes einnehmenden Gegend jedoch die Erdölexploration sowie der vor allem im Norden um Lago Agrio und Coca verbreitete Tourismus.

Boote

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